Textil oder Leder? Motorradklamotten kurz erklärt für Motorrad Anfänger


 
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Immer wieder liest man in diversen Foren den gut gemeinten Tipp, auch auf kleinsten Strecken immer die volle Montur zu tragen.
Dieser leider völlig praxisuntaugliche Vorschlag kommt von ängstlichen Autofahrern also Neurotikern, die aus Angst lieber Auto fahren. Wer möchte sich schon mehrmals täglich komplett umziehen, oder den ganzen Tag auf Arbeit in Lederklamotten herum rennen?
Lederklamotten flattern auch bei Höchstgeschwindigkeiten nicht und haben im seltenen Fall eines Sturzes die besten Abriebwerte. Sie machen daher für den Einsatz auf der Rennstrecke aber nicht im Alltag . Im Alltag hat man eh keine lange Auslauffläche sondern kracht sofort gegen ein Auto oder die Leitplanke.
Textilklamotten sind dagegen Wasserdicht und nicht so eng. Man kann sie auch bequem über seine Alltagsklamotten ziehen und dann ablegen. Für den Winter haben die meisten Textilklamotten ein herausnehmbares Winterfutter. Auch Textilklamotten haben extra Protektoren an den Kniehen, Ellenbogen und Schultern. Damit eignen sie sich aber nicht zum schlafen auf langen Reisen.
Auf langen Reisen habe ich daher meist eine bequem aber leichte Daunenjacke ohne Protektoren und eine normale Jeans. Es kommt halt immer auf den Einsatzzweck an. Viel wichtiger als teure Klamotten ist immer ein vernünftiger Fahrstiel.
Motoradhelme sind in Europa neben eventuellen Warnwesten die einzig vorgeschriebenen Motorradklamotten. Sie müssen daher alle die gleiche Sicherheitsnorm erfüllen. Ein teurer Markenhelm ist also nicht sicherer als ein billiger Integralhelm. Auch Tests der Zeitschrift MOTORRAD bestätigen, dass Helme unter 100 Euro genau so gut sind, siehe auch Artikel in MOTORRAD Ausgabe 21 vom 30.09.2016: "Die von MOTORRAD getesteten Billigheimer der Helmszene stehen den Premiummodellen in Sachen Stoßdämpfung in nichts nach."
Bei Handschuhen kommt es wieder auf den Einsatzzweck an. Für den Winter empfehlen sich dick gefütterte Dreifingerhandschuhe, wärend es bei Sommerhandschuhen in Marokko reicht, wenn sie gegen Sonnenbrand auf den handflächen schützen.
Wer ohne Koffer offroad unterwegs ist braucht Stiefel, die seine Knöchel schützen. Hat man jedoch Seitenkoffer am Motorrad, fangen diese die Maschine im Fall eines Sturzes ab.
Soweit meine unbezahlte Meinung. Alle Angaben ohne Gewähr. Danke fürs rein schaun :-) Wie viel PS braucht man wirklich?
 
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