Worauf muss man beim Kauf achten? Ein kurzer Überblick für Motorrad Anfänger


 
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Haben sie die Vorteile eines Motorrades überzeugt, so ist der nächste Schritt meist der Kauf eines günstigen Gebrauchtmotorrades.
Wer Wert auf Qualität legt, sollte unbedint zu einem Japaner greifen!
Gebrauchtmotorräder sind vielleicht weniger cool aber sie haben einen viel geringeren Wertverlust als Neufahrzeuge. Ausserdem verursachen hier kleine Umfaller, wie sie jedem Anfänger mal passieren, keinen grossen wirtschaftichen Schaden. Motorräder sind im Winter billiger.
Mit dem ersten Motorrad kann man auf abgesperrtm Privatgelände mit Joghurtbechern die Grundfahraufgaben wie Slalom fahren üben, und so teure Fahrstunden sparen.
 
Gebrauchte Motorräder werden im Internet, aber auch von Händlern vor Ort angeboten. Natürlich zahlt man bei Händlern trotz 0 Prozent Finanzierung meist kräftig drauf, er will ja auch was daran verdienen, aber im Notfall hat man die gesetzliche Gewährleistung. Denkt man.
Leider sind die Verkäufer meist nur auf die Provision aus siehe NDR Doku "Autoverkäufer: die Arbeit zwischen Kunden, Gratiskaffee und Neuwagen" vom 04.10.2017. Viele Hersteller schieben die Schuld für Schäden anschliessend einfach auf den Kunden und drücken sich vor allem nach der Beweisumkehr ab dem 7. Monat um die gesetzlich vorgeschriebene Gewährleistung siehe SWR Marktcheck vom 16.1.2018. Auch auf die Richtigkeit des Kilometerstandes von Fahrzeugen ist selbst bei Markenhändlern wie BMW kein Verlass siehe SWR Marktcheck vom 21.11.2017. Wenn Händler angeblich im Kundenauftrag verkaufen, drücken sie sich ausserdem um die Sachmängelhaftung. Private Verkäufer können diese Haftung im Kaufvertrag ausschliessen. Recht hat nur, wer sich einen Anwalt leisten kann.
 
Beim Kauf von Privatpersonen muss man ebenfalls sehr genau hin sehen. Mein Tip ist immer: Schau dir den Verkäufer und nicht das Motorrad an.
Wohnt er in einer teuren Wohngegend oder in einem kostenlosen Asylantenheim? Steht das Motorrad neben einem teuren Auto in einer Garage und wurde eh nicht gefahren oder parkt es im Regen draussen und war auch im Winter das Alltagsfahrzeug eines echten Bikers?
Das sonst so verpönte Schubladendenken nennt sich Scoring. Es wird auch von der Versicherungswirtschaft angewand und funktioniert super.
Ausserdem lohnt sich ein Blick in die Dauertests diverser Motorradzeitschriften, bei denen ich gelegentlich mit arbeite.
Hier zeigt sich, dass Motorräder Deutscher und Europähischer Hersteller zwar cool aus sehen, es aber gerade bei Herstellern aus Europa immer wieder zu Motorschäden bei lächerlichen 50.000 km Dauertests kommt, bei Motorrädern aus Japan dagegen nicht siehe Tourenfahrer 1997 Auslassventil verbrannt bei 1100er, Mai 2015 Auslassventil bei 1200er nach 43.915km abgerissen, Getriebeschaden bei 37900km MOTORRAD 2005/21 und Tausch des gesamten Rumpfmotors nach 44.000 km MOTORRAD 2014/12.
Greift also unbedingt zu Honda, Yamaha, Suzuki oder Kawasaki. Die Auswahl ist riesig oder sucht im Netz nach Dauertest und der Bezeichnung eures Lieblingsmotorrades.
 
Noch schnell vergleichen, ob die Rahmennummer mit der Nummer im Fahrzeugschein überein stimmt, ob eventuell Zubehörteile verbaut wurden, für die es keine ABE gibt und ob der Motor kalt ist.
Der Reifenzustand etc spielt dagegen keine Rolle...Verschleissteile muss man eh immer wieder ersetzen.
Der Motor muss auch in kaltem Zustand problemlos anspringen und der Gesammtzustand der Maschine sollte euren Preisvorstellungen entsprechen. Nie im Vorraus bezahlen!
Viel Erfolg :-)
Soweit meine unbezahlte Meinung. Alle Angaben ohne Gewähr. Danke fürs rein schaun :-) Hier wird der "Motorradgruss" kurz erklärt.
 
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